top
Darstellung des Ablaufs für die Planung des Gemeindehauses und des Pfarrhauses sowie deren Finanzierung

Im Gemeindebrief (Sept.- Nov. 2016) haben wir bereits auf vier Seiten den „Bericht Bauvorhaben“. Aber es gab Nachfrage nach noch mehr Fakten und zur Finanzierung.

Vorgeschichte (kurz)
Ab 2009 gab es Gespräche mit der Kirchenverwaltung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), ob der Erlös eines Pfarrhausverkaufs auch für einen Neubau/Umbau des Gemeindehauses verwendet werden dürfe.

Das Pfarrhaus in der Saalburgstraße wurde Anfang 2015 vom ehemaligen Kirchenvorstand verkauft. (Unter anderem mit dem Ziel, die Gemeindegebäude zu konzentrieren.)

Im März 2014 gab es durch Vermittlung von Dekan Michael Tönges-Braungart ein Gespräch mit Kirchenbaudirektorin Margrit Schulz. Dabei wurde u.a. festgehalten, dass die Verwendung des Erlöses auch für das Gemeindehaus denkbar sei, sofern die Bauten zu einer Konzentration der Gemeinde führen.

Der seit September 2015 amtierende neue Kirchenvorstand (KV) ist diesen - vom alten Kirchenvorstand bereits eingeschlagenen - Weg weiter gegangen, wobei zunächst die Sanierung des alten Gemeindehauses geplant war. (Kostenschätzung des Architekturbüros Pätzold & Kremer: 895.000,00 €.)

2015/2016
GEMEINDEHAUS
Im November 2015 kam die Kleinkinderschulstiftung auf die Gemeinde zu wegen Übernahme der Trägerschaft des Kindergartens. Die Stiftung konnte ihren Auftrag wegen unzureichender Eigenmittel nicht mehr erfüllen. Der KV stimmte der Übernahme zum 01.04.2016 zu. Es sollte der evangelische Kindergarten in Friedrichsdorf erhalten bleiben.

Dadurch wurde eine Sanierung des Gemeindehauses in Frage gestellt. Der Kindergarten nutzte schon seit Jahren das Außengelände des Gemeindehauses. Das Außengelände der Kita entsprach und entspricht nicht den Standards.

Eine dem Architekturbüro Pätzold & Kremer in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie erbrachte, dass eine Realisierung des Bauvorhabens im Kirchgarten ohne entscheidende Abstriche nach den kirchlichen Raumvorgaben realisiert werden könnte. (Vorgaben der Bauplanungsbehörden sind in diesem Stadium noch nicht absehbar.)

Die Mehrheit des KV sieht viele Vorteile. (Wir verweisen dazu auf Seite 5 des „Bericht Bauvorhaben“ im letzten Gemeindebrief, Ausgabe September bis November 2016.)
Die Änderung der Sanitärsituation (Kirche) hätte unabhängig vom Gemeindehaus sowieso gemacht werden müssen; wegen der notwendigen Umbauten sicher zu einem hohen Betrag.

Zum Vorwurf, die Entscheidung wäre bereits vor der zweiten Beteiligung der Gemeinde vom KV im Mai 2016 gefällt worden:
Der Bauausschuss der Kirchensynode entscheidet über Bauvorhaben der Kirchengemeinden. Er tagt nur vierteljährlich.
Am 19. Mai.2016 wurde vom KV beschlossen, einen Antrag auf Finanzierungszusage an dieses Gremium weiterzuleiten. Der Antrag musste für die Sitzung am15. Juli eingereicht werden.
Im nachfolgenden Bescheid der Synodalen wurde die u.a. dargestellte Finanzierung kirchenaufsichtlich bestätigt. Erst damit war klar, dass das Bauvorhaben überhaupt möglich war.
Am 23. August 2016 beschloss der Kirchenvorstand mit sehr großer Mehrheit, die Realisierung des Gemeindehauses an unserer Kirche in Auftrag zu geben.

JUGENDHAUS / PFARRHAUS
Die Gemeinde hat auf Anfrage erfahren, dass das Jugendhaus unter Denkmalschutz stehen soll. Dies wurde vom Landesamt für Denkmalpflege am 13.07.2013 bestätigt. Das Jugendhaus ist ein Kulturdenkmal – auch wenn dies schwer nachvollziehbar ist.

Der KV ließ mit einer Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Pätzold &Kremer prüfen, ob und wie ein denkmalgerechter Umbau möglich ist.
Das Ergebnis war, dass ein Umbau zwar teuer ist, aber machbar.
Für Verkauf oder Vermietung konnte sich der KV nicht entschließen (niedriger Erlös, Vermietbarkeit erst nach Sanierung ausschließlich aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde). Ein Sachverständigengutachten dazu war bereits im März 2016 eingeholt worden.

Durch die Konzentration der Gemeinde in der Taunusstraße ist auch die Finanzierung dieses Umbaus gesichert. In der gesamten Landeskirche wird dieses Konzept umgesetzt. Neben der Verwendung eines Teiles des Verkaufserlöses gibt es verschiedene Zuschüsse aus dem Bereich der Landeskirche.

ZUSAMMENHÄNGE
Wir haben die Überlegungen des KV als das Ergebnis von vielen Jahren der Vorbereitungen und Änderungen in vier Versammlungen 2016 dargestellt: zwei Gemeindeversammlungen und zwei Treffen mit den Kritikern, die den Römerhof als Gemeindeschwerpunkt vorschlugen. Bereits seit 7 Jahren wird die Konzentration des Gemeindelebens im Kirchenvorstand diskutiert.

Schon beim ersten Treffen am 19.4.2016 hat der KV klargestellt, dass nicht geplant ist, das Gemeindehaus Römerhof aufzugeben. Zwar fällt es aus dem kirchlichen Zuwendungssystem heraus, aber die Mittel für Bauunterhaltung und Bewirtschaftung können durch Vermietung und Eigenmittel eingebracht werden.

Das Haus ist technisch und baulich in gutem Zustand.
Schriftlich haben wir den Sprecherinnen der Gruppe mitgeteilt: „Wir denken dass sich bezüglich des Römerhofzentrums die Lage geklärt hat, da der Kirchenvorstand es auf absehbare Zeit, d.h. für viele Jahre, nicht aufgeben wird und dies auch nicht aus finanziellen Gründen nötig sein wird.“

Der KV hat für die komplexen Entscheidungen immer wieder die Vor- und Nachteile abgewogen.

Das Landesamt für Denkmalpflege unterstützt die beiden ausgewählten Bauten.
Alle anderen Bauentscheidungen hätten der Gemeinde erhebliche Eigenmittel abverlangt.

Zentrum
Das Zentrum einer Gemeinde ist die Kirche. Die Gruppierung der gemeindlichen Gebäude rund um die Kirche – Gemeindehaus, Pfarrhaus, Kindergarten, sehen wir als zukunftsfähiges Konzept. Durch diesen Standort wird allen Gemeindemitgliedern Rechnung getragen, auch den zukünftigen in den beiden Neubaugebieten ehemalige Philipp-Reis-Schule und Ökosiedlung.

Finanzierung
Finanzierungsplan für Gemeindehaus an der Kirche und Pfarrhaus Taunusstraße

Erlös aus dem Verkauf Pfarrhaus Saalburgstraße Stand 31.12.2015 1.135.320,00 €
(Prognose Stand 31.12.16: 1.158.000 €)

Gemeindehaus
Kostenschätzung der Architekten/Ausgaben 1.503.900,00 €

Finanzierung/Einnahmen:
Festzuschuss Bauzuweisung EKHN 382.075,00 €
Zuschuss Umweltfonds 200.000,00 €
Eigenmittel Kirchengemeinde (Erlös Saalburgstraße) 921.825,00 €

Gesamt 1.503.900,00 €


Pfarrhaus Taunusstraße
Kostenschätzung der Architekten/Ausgaben 625.000,00 €

Finanzierung/Einnahmen:
Zuschuss Umweltfond 50.000,00 €
Zuschuss denkmalpflegerischer Mehraufwand, EKHN 50.000,00 €
Eigenmittel Kirchengemeinde (gem. Pfarrhausregelung) 100.000,00 €
Zuschuss EKHN 308.750,00 €
Weitere Eigenmittel (Erlös Saalburgstraße) 116.250,00 €

Gesamt 625.000,00 €


Der Kirchenvorstand der Ev. Kirchengemeinde Friedrichsdorf
12.11.2016
   Valid CSS!  Valid XHTML 1.0!
bottom